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Artikel der Sächsischen Zeitung  

 

Mittwoch, 16. Juni 2010

Der Förderpreis wird nach Gustav Koch benannt


Von Carla Matern


Laura Kunzendorf kniet am Grab des ehemaligen Schuldirektors des Pädagogiums Gustav Koch. Die Schülerin einer 10. Klasse des Friedrich-Schleiermacher-Gymnasiums hatte Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Gymnasiums“ zum Gottesacker, dem Friedhof der Brüdergemeine, bestellt, und hier ihren Vortrag begonnen. Foto: Rolf Ullmann


Einen besseren Auftakt für die Vorstellung ihrer Belegarbeit über Gustav Koch hätte sich Laura Kunzendorf nicht einfallen lassen können. Sie bat Lehrer und Mitglieder des Vereins „Freunde des Gymnasiums Niesky“ auf den Gottesacker. Hier, am Grabstein von Gustav Koch, berichtete die 16-jährige Gymnasiastin von dem begeisterten Lehrer und aktiven Mitglied der Nieskyer Brüdergemeine. Koch lebte von 1886 bis 1957. „Ich hatte gar nicht gewusst, dass er hier in Niesky geboren wurde“, sagte Jörg Franke, der Vorsitzende des Fördervereins für das Gymnasium. Der Verein hatte das Thema für Lauras Belegarbeit angeregt. „Wir wollen unseren Förderpreis ab 2011, den wir alljährlich auf dem Abiball an einen Abiturienten vergeben, nach Gustav Koch benennen“, so Franke.

Von Koch wird beispielsweise berichtet, dass ihn die Schüler, als er gesundheitlich angeschlagen war, von zu Hause zum Unterricht abgeholt hätten, so begeistert seien sie von seinem Unterricht und seiner Art gewesen. Die Zehntklässlerin hat nun Belege für sein Wirken in der Stadt und der Brüdergemeine und kann ein fast lückenloses Bild des bescheiden lebenden Nieskyers zeichnen. Sie hat in Archiven recherchiert, Zeitungen der Alt-Nieskyer gelesen und Zeitzeugen befragt, die Gustav Koch kennengelernt hatten. Er war Lehrer, Leiter des Internats und einige Zeit auch Direktor des traditionsreichen Pädagogiums.