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Das Gebäude Zinzendorfplatz 7 bereichert
das Stadtbild.
Fotot: Rolf Ullmann
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Auf diesen Moment haben Pfarrer Peter
Vogt sowie die Mitglieder des Ältestenrates der Nieskyer
Brüdergemeine über zwei Jahre gewartet. Die Bauarbeiten
am Wohnhaus Ecke Zinzendorfplatz-Horkaer Straße nähern
sich ihrem Abschluss. Bereits an diesem Sonnabend wird die
erste der insgesamt zehn Wohnungen von den Mietern in Besitz
genommen. Rund ein Jahr lang haben wir als Brüdergemeine
das Vorhaben zur Rekonstruktion
und Sanierung des Gebäudes geplant, und ein Jahr wurde
schließlich im und um das Haus gebaut, erklärt
Peter Vogt.
Um die Jahrhundertwende vom 19. zum
20. Jahrhundert wurde das Bauwerk als Wohnhaus im Auftrag
der Brüdergemeine errichtet. Vor über 30 Jahren
erfolgte dessen letzte Sanierung. Inzwischen sind jedoch
die Ansprüche der Mieter an ihre Wohnung gestiegen.
Auch in Niesky gab es zunehmend Nachfragen nach alters-
und behindertengerechtem Wohnraum. Um diesem Bedarf zu entsprechen,
begannen die ersten Planungen für das Rekonstruieren
und Sanieren des Gebäudes. Von vornherein stand fest:
Hier wird barrierefreier Wohnraum gebaut. Diese Forderung
wurde von den Baufirmen in den Zugängen und vor allem
in den einzelnen Wohnungen konsequent verwirklicht. Als
Besonderheit ist der Einbau eines Lifts in den Altbau im
Zentrum der Stadt zu erwähnen.
Für acht Wohnungen sind die Mietverträge
bereits unterzeichnet. An dieser Tatsache könne man
sehen, dass es den Bedarf an alters- und behindertengerechtem
Wohnraum in Niesky, gibt, sagt Pfarrer Vogt. Ein Mieter,
der bisher in Baden-Württemberg lebte, findet in Kürze
hier in Niesky ein neues Zuhause.
Die Wohnungen selbst weisen eine sehr
unterschiedliche Größe auf. Die Ein- bis Dreiraumwohnungen
verfügen über eine Wohnfläche zwischen 40
Quadratmetern und 100 Quadratmetern, wobei sich die größeren
Wohnungen im Erdgeschoss des insgesamt vierstöckigen
Bauwerks befinden.
Bei der farblichen Gestaltung der Innenräume
stand das Weiß der Brüdergemeine Pate. Die äußeren
Türen wurden entsprechend des historischen Vorbildes
der Gestaltung des Zinzendorfplatzes in Grün gehalten.
So weit es irgendwie möglich war, wurden die
vorgefunden Materialien, wie Türen und Fenster, aufgearbeitet
und so wieder verwendet, sagt Pfarrer Vogt.
Ein markantes Beispiel dafür bieten
die Treppengeländer im Hausflur. Bis auf wenige Teile
präsentierten sich diese in originalem Zustand und
wurden lediglich neu gestrichen. Zum Teil wurden Räume
im Verlauf der Rekonstruktion wieder in ihren ursprünglichen
Zustand zurückversetzt. So zum Beispiel in einer Erdgeschosswohnung,
als während der Arbeiten Rundbögen als oberer
Abschluss zur Zimmerdecke zum Vorschein kamen. Auch die
Fliesen im Fußboden des Eingangsbereiches sowie im
Obergeschoss wurden gereinigt und bleiben erhalten.