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Gottesacker |
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Der Gottesacker ist der Friedhof der Brüdergemeine
und dient der Beisetzung verstorbener "Geschwister".
Er hat neben dem Kirchensaal die Aufgabe, liturgischer Raum
für die Gemeinde zu sein.
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Der Haupteingang mit dem Portal besteht aus dem Bogen,
welcher auf zwei Granitsäulen ruht.
Die goldenen Aufschriften auf jeder Seite des Torbogens
fassen die Symbolik des Gottesackers in Sprache.
Zur Stadt hin trägt der Bogen die Aufschrift
"ICH LEBE UND IHR SOLLT AUCH LEBEN"
(Joh. 14, 19).
Vom Gottesacker aus ist:
"DER LEIB RUHET IN HOFFNUNG"
(Apg. 2, 26) zu lesen.
Ein massives, schwarz gestrichenes, schmiedeeisernes Tor
verschließt das Portal.
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Das Begräbnis in der Brüdergemeine wird nicht
als Trauerfeier verstanden, auch wenn traurige Menschen
daran teilnehmen. Die heimgegangenen Geschwister werden
nicht aus der Gemeine entlassen, sondern in die "neue
Gemeinschaft" der vollendeten, der "oberen Gemeinde"
übergeben. Die Gleichheit vor Gott und die Einfachheit
spielen auch bei der Beerdigung eine entscheidende Rolle.
Diese wird durch die Bestattung in einem schlichten weißen
Sarg symbolisiert.
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Die erste Beerdigung, die das Anlegen des Gottesackers
notwendig machte, war am 12. April 1743.
Mit der Belegung der Schwesterngräber wurde westlich
und mit der der Brüdergräber östlich vom
Hauptweg begonnen.
Die Gottesackerallee, als Verbindung zwischen der Ansiedlung
und dem Friedhof, und die äußere Einfriedung
des Gottesackers wurden 1760 mit Linden bepflanzt
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Auf den Grabsteinen des Gottesackers findet man Verstorbene
mit Geburtsorten von allen Kontinenten.
Daran ist erkennbar, wie weit verzweigt und einflussreich
die Brüdergemeine unter Anderem durch die Missionsarbeit
auf der ganzen Welt war und ist.
Auf Herrnhuter Gottesäckern, so auch in Niesky,
werden grundsätzlich keine Gräber neu belegt.
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Das Gelände musste immer wieder vergrößert
werden, so dass bis heute drei Hauptabschnitte entstanden.
Bereits 1769 war der erste erschlossene Teil belegt und
wurde durch ein kleines Stück im Norden erweitert.
1777 wurde das Portal am Haupteingang zum Gottesacker
errichtet. Bereits 1805 musste der Gottesacker nach Osten
und Westen erneut erweitert werden. Schon zu dieser Zeit
gab es ein Missverhältnis zwischen den Bestattungszahlen
von Schwestern und Brüdern.
Deshalb wurde der Gottesacker auf der Schwesternseite
1838 in westlicher Richtung vergrößert. Der
bis dahin bestehende Gottesacker wird heute als Alter
Teil des Gottesackers bezeichnet.
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