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Ortsanlage |
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Niesky ist ein faszinierendes Beispiel für eine Stadt,
deren Anlage nach religiösen Prinzipien gestaltet wurde.
Da für über hundert Jahre alle Einwohner zugleich
Mitglieder der Brüdergemeine waren, bestimmten die
Anforderungen des Gemeindelebens weitgehend die Architektur.
Typisch für Niesky sind:
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Der zentrale Platz (heute Zinzendorfplatz)
Um diesen Platz sind die wesentlichen Gemeinschaftsgebäude
gebaut.
Die Hauptwege bilden ein Kreuz . Möglicherweise
symbolisierte diese "leere Mitte" des Ortes
die unsichtbare Gegenwart Jesu Christi im Zentrum der
Gemeinde.
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Der erste Betsaal,
der urspünglich äußerlich gar nicht wie
eine Kirche aussah, sondern sich bewusst in die Architektur
der anderen Gebäude einfügte.
Nur der Dachreiter markierte den Versammlungsort als Kirchsaal.
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Die großen "Chorhäuser"
In der jungen Gemeinde musste niemand alleine leben.
In großen Gemeinschaftshäusern lebten alle,
die ohne Familie waren.
Für die ledigen Schwestern das Schwesternhaus und
für die ledigen Brüder das Brüderhaus.
Diese Gebäude enthielten einen gemeinschaftlichen
Haushalt für bis zu 100 Personen, sowie Werkstätten
und Läden.
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Das Alte Pädagogium (heute Bibliothek)
wurde als erstes Gemeinhaus erbaut. Siegmund August von
Gersdorf als Architekt prägte mit diesem Bau den
typischen barocken Stil für zukünftige Gemeinhäuser
der Brüdergemeine.
Bis zur Errichtung des 1. Betsaales wurde der Chorsaal
auch für Gottesdienste genutzt.
Seine neue Bestimmung erhielt das Haus mit Verlegung der
Internatsschulen der Brüdergemeine nach Niesky.
>>>näheres unter Erkundungen
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Der Gottesacker (Friedhof),
der etwas außerhalb der Siedlung liegt, aber mit
ihr durch eine Allee verbunden ist. Die Verstorbenen werden
hier in chronologischer Ordnung und nach Schwestern und
Brüdern getrennt begraben.
>>>näheres
unter Erkundungen
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